Abschied

 Abschied nehmen fällt einem schwer,

man vermisst vieles auf einmal so sehr,

 auch wenn man weiß, jeder muss irgendwann gehen,

so fragt man sich, muss das denn geschehen.

Und doch ist es gut, wie die Natur es meint,

denn was wäre es für ein Leben,

würde es da nur Schmerz und Leid geben.

Gabriele Tomczyk

 

 

 

 

 

 

                                                                                           

 

Zum Gedenken an unsere verstorbenen Redaktionsmitglieder

Tief betroffen haben wir in kurzer Zeit Abschied nehmen müssen von zwei geschätzten Redaktionsmitgliedern.

Am 5. Oktober 2003 ist im Alter von 70 Jahren Erika Labohm aus Tungeln verstorben. Erika gehörte seit 1975 unserer Redaktion an. In all diesen Jahren war sie mit großem Eifer für den Gemeindespiegel tätig. Über viele Themen hat Erika berichtet, dabei lagen ihr natürlich die Ereignisse und Begebenheiten aus früherer und jüngster Zeit ih­res Heimatortes Tungeln am Herzen.

Ebenso war es ihr ein beson­deres Anliegen, niederdeutsche Dichter, nach denen in unserer Gemeinde mehrere Straßen benannt sind, im Gemeindespiegel vor­zustellen und über ihr Leben zu berichten. Seit 1997 war Erika auch unsere Schriftführerin und hat in den Niederschriften über unsere Redaktionssitzungen alles das festgehalten, was für unsere Arbeit wichtig war. Daneben hat sie auch viele Jahre unser Archiv in ihrem Elternhaus verwaltet.

Wenige Wochen danach folgte ihr am 01. November 2003 Erich Martens aus Westerholt. Erich gehörte zu den Gründern unseres Mitteilungsblattes im Jahre 1971 und hat uns bis zu seinem Tode die Treue gehalten. Mit mehreren heimatkundlichen Beiträgen hat er in dieser Zeit den Gemeindespiegel bereichert. Erwähnenswert ist dabei seine Serienberichterstattung über die Jugenderinnerungen des Ma­lergesellen Heinrich Schmietenknop. In vier Schreibheften hat Hein­rich Schmietenknop in Sütterlinschrift seine Kindheits- und Jugend­erinnerungen niedergeschrieben. Erich hat die Übertragung und Be­arbeitung in lateinischer Schrift übernommen. Insgesamt 16 Berichte sind daraufhin im Gemeindespiegel erschienen, Als 1974 unser er­ster Redaktionsleiter, Diedrich Oltmanns, verstarb, übernahm Erich, ungeachtet seiner beruflichen Beanspruchung, die Leitung unserer Redaktion.

Aus gesundheitlichen Gründen gab er 1988 die Redak­tionsleitung ab. 54 Ausgaben des Gemeindespiegels sind unter sei­ner Federführung erschienen. Als Dank und Anerkennung für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit, die Erich für die Allgemeinheit geleistet hat, erhielt er 1987 auf unsere Anregung anlässlich seines 66. Geburtstages den Wappenteller der Gemeinde Wardenburg. Dar­über hinaus wurde Erich 1998 aufgrund eines Antrages unserer Redaktion mit dem Verdienstkreuz am Bande des Niedersächsischen Verdienstordens ausgezeichnet.

Erich war nicht nur in seiner Heimatgemeinde ein bekannter und ge­schätzter Bürger. Weit über die Gemeindegrenze hinaus hat er sich neben der Heimatforschung mit der Familienkunde einen Namen gemacht. Die Führung der Kirchenbücher, in die Erich viel Zeit und Arbeit steckte, war ihm eine Herzensangelegenheit. Selbst in unse­rer Partnergemeinde Eelde in den Niederlanden, die heute der Ge­meinde Tynaarlo angehört, war Erich eine bekannte und gern gese­hene Persönlichkeit. Er war es auch, der 1986 die ersten partnerschaftlichen Kontakte zwischen dem Gemeindespiegel und dem Eelder Geschichtsverein 0L Eel knüpfte. Mit dem Sekretär, Cathrinus Schaafsma, verband Erich eine persönliche enge Freundschaft.

Eine ebenfalls enge Verbindung bestand zwischen Erich und dem Eelder Journalisten und Wettervorhersager Jan Pelleboer. Wegen ihres ähnlichen Aussehens nannten die Eeldenaren Erich auch den Pel­leboer aus Wardenburg, und bezeichneten ihn als einen Zwillingsbruder.

Die Redaktionsmitglieder danken Erika und Erich für die langjährige Treue zum Gemeindespiegel und die von ihnen geleistete ehrenamt­liche Arbeit. Wir werden uns stets an diese beiden lieben Menschen erinnern.