Arbeitsgemeinschaft bewährt sich immer wieder

Etwas Einmaliges ist in der Gemeinde Wardenburg ist die Arbeitsgemeinschaft aller Orts- und Bürgervereine sowie Dorf­gemeinschaften. Sie wurde 1971 nach dem Jubiläum „700 Jahre Wardenburg" gegründet. An diesem Jubiläum haben sich damals alle Dörfer in der Gemeinde mit ihren Vereinen beteiligt. Im Bürgerverein Wardenburg unter dem damaligen Vorsitzenden Dr. Werner Bluhm entstand der Gedanke, die sich beim Wardenburg-Jubiläum gezeigte Gemeinschaft und den Zusammenhalt der Vereine auch weiterhin zu fördern. Seit über 30 Jahren besteht nun schon diese Arbeitsgemeinschaft, die eng mit der Gemeinde zusammen arbeitet und viele örtlichen und dörfliche Angelegenheiten erledigt. Das bestätigte auch der allgemeine Vertreter der Bürgermeisterin, Fachbereichsleiter Frank Speckmann, auf der diesjährigen Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft im neuen Dorfgemeinschaftshaus Charlottendorf West, indem er sagte, dass durch die Mitarbeit der Orts- und Bürgervereine in den Dörfern vieles ermöglicht wird, was die Gemeinde nicht leisten kann. Er bedankte sich dafür und rief die Vereine auf, in diesem Sinne weiter zu machen. Frank Speckmann bat die Orts- und Bürgervereine auch, der Gemeinde behilflich zu sein bei der Suche nach Paten für Kinderspielplätze. Diese sollen nicht etwa die Spielplätze in Ordnung halten, sondern insbesondere der Gemeinde etwaige Mängel aufzeigen.

Aber nicht nur die Orts- und Bürgervereine sind in der Arbeitsgemeinschaft zusammen gefasst, sondern auch andere Vereine sind jeweils Gäste der Mitgliederversammlung und berichten über ihre Arbeit. So zählte Peter Kose, Vorsitzender des Präventionsrates der Gemeinde, auf, welche Aktionen im vergangenen Jahr durchgeführt worden sind, um Gewalt und Sucht der Jugendlichen entgegen zu wirken. Peter Kose lobte in diesem Zusammenhang die Aktivitäten der Everkampschule mit Lehrern, Eltern, Schülern und Polizei. Gleiche Impulse gehen auch aus von den Arbeitsgemeinschaften der Kindertagestagesstätten in denen die Gemeindejugendpflegerin Vera Vollmer mitwirkt. Aufklärung erfolgt auch durch das Internet-Forum, das vom Ersten Polizeihauptkommissar Hans-Günther Gramberg betreut wird.

Über die Arbeit des Gemeinde Wardenburg Marketing Forums berichtete dessen Sprecher, Michael Cordes. Er bedankte sich bei den Orts- und Bürgervereinen insbesondere für die Mitfinanzierung des Gemeindebaumes, der seit einigen Monaten im Kreuzungsbereich Oldenburger Straße/ Patenbergsweg steht. Außerdem

wies Michael Cordes auf die Wardenburger Prämienprodukte hin, die von Wardenburger Firmen hergestellt werden und sich sehr gut eignen, damit einen Präsentkorb zu füllen für runde Geburtstage, Ehejubilare und andere Gelegenheiten. Auch das Gemeinde Wardenburg Marketing Forum möchte eng mit den Orts- und Bürgervereinen zusammen arbeiten und mit ihnen dörfliche Probleme gemeinsam lösen.

Auch DER GEMEINDESPEGEL ist ständiges Mitglied der Arbeitsgemeinschaft. Schließlich ist dieser ebenfalls 1971 aus der Arbeitsgemeinschaft heraus entstanden. Zu den Gästen gehört auch die Polizeistation Wardenburg, die die Arbeitsgemeinschaft über wichtige Vorkommnisse informiert.

Die Berichte des Vorsitzenden Hergen Jokisch und des Kassenwartes Werner Cordes waren reine Formsache. Es gab keine Wortmeldungen dazu und keine Beanstandungen. Der Kassenwart und der Vorstand wurden einstimmig entlastet. Als neue Kassenprüfer wurden Hubert Dahms vom Ortsverein Hundsmühlen und Gerd Claus vom Bürgerverein Höven gewählt. Hergen Jokisch teilte den Versammlungsteilnehmern mit, dass die Vereinsversicherung um eine Bauherrnversicherung mit einer Schadenssumme bis zu 80.000 Euro erweitert worden sei. Außerdem sei der Beginn der Laufzeit des Versicherungsvertrages aus haushaltsrechtlichen Gründen der Gemeinde auf den 01. Mai verlegt worden. Die Höhe der Versicherungsprämie richtet sich nach der Mitgliederzahl der Vereine. Da sich diese leicht erhöht hat und die Mehrwertsteuer erhöht wurde, ist die Versicherungsprämie leicht angestiegen. Dieser Mehrbetrag wird jedoch nicht auf die Orts­und Bürgervereine umgelegt, sondern von der Arbeitsgemeinschaft aufgefangen. Der Jahresbeitrag für die Arbeitsgemeinschaft bleibt in der bisherigen Höhe von 10,00 Euro ebenfalls bestehen.

Vom 07. bis 11. Mai 2007 findet wieder der Gemeindewettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden" statt. Die Zusammensetzung der Bewertungskommission wird nicht geändert. Lediglich für den ausgeschiedenen Manfred Mende bestimmte die Versammlung Eckhard Heinje als Nachfolger, Die Abschlussveranstaltung, die am 17. November stattfindet, übernimmt in diesem Jahr der Bürgerverein Wardenburg, der gleichzeitig sein 50-jähriges Bestehen feiert. Für 2008 hat der Ortsverein Tungeln Interesse gezeigt. Auch er feiert dann sein 50-jähriges Bestehen und möchte die Abschlussveranstaltung zusammen mit dem jährlichen Dorffest Anfang September durchführen. Dagegen wurden grundsätzlich keine Bedenken erhoben.

Auch für die Durchführung des jährlichen Plattdeutschen Abends wurden Organisatoren gefunden. Dieses Jahr haben die Dorfgemeinschaften Charlottendorf Ost und West diese Veranstaltung übernommen. Sie findet am 26. September im Landgasthaus „Zum Tüdick" statt. Ob es in Zukunft bei der Fülle der Veranstaltungen bei dem jährlichen Plattdeutschen Abend bleiben soll, gab Vorsitzender Hergen Jokisch zu bedenken.

Auf Unverständnis stieß bei den Orts- und Bürgervereinen die Regelung der Gemeinde für das Plakatieren. Die Gemeinde hat für ein Jahr ein Pilotprojekt gestartet und den Veranstaltungsservice Ralf Klaaßen damit beauftragt, Werbeplakate von Vereinen und Firmen aufzuhängen und wieder zu entfernen. Dafür werden Gebühren erhoben. Aus der Versammlung wurde bemängelt, dass darüber die Vereine nicht informiert worden seien. Die Orts- und Bürgervereine sind selbst bereit, in ihren Dörfern für Ordnung und Sauberkeit zu sorgen. Frank Speckmann versicherte, dass darüber mit den Vereinen gesprochen werden soll, bevor der jetzige Vertrag etwa verlängert wird.

Nach einem ruhigen und sachlichen Versammlungsverlauf mit 18 Besprechungspunkten konnte Hergen Jokisch die Versammlung nach zwei Stunden mit großer Zufriedenheit schließen

Werner Cordes